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KOKE leistet Ukraine-Hilfe

14. März 2022

Es ging alles ganz schnell: Ein Riesendank an alle Spenderinnen und Spender, die unserem Aufruf nach Sachspenden für ukrainische Bürger, die über die kleine polnische Grenzstadt Ustrzyki Dolne flüchten, mit großer Resonanz, Empathie und Hilfsbereitschaft folgten! Ohne zu zögern schlossen wir uns der über die Stadt Pfungstadt (in der wir unseren Firmensitz haben) initiierten Aktion an und nahmen auch direkt die Bensheimer Flames mit ins Boot, die wir bei allen Heimspielen mit unserer LED-Technik ausstatten.

Fertig ausgeladen in Ustrzyki Dolne

Der gemeinsame Aufruf der Flames und der Firma KOKE nach Sachspenden für ukrainische Bürger, die über die kleine polnische Firmengründer Dirk Koke kaufte kurzentschlossen privat einen vom Malteser Hilfsdienst ausrangierten LKW und stand wenige Tage später auf dem Parkplatz der Weststadthalle. Gemeinsam nahmen Helfer der Flames und Mitarbeiter der KOKE GmbH die sorgsam gepackten Spenden der Bergsträßer und Flames-Fans entgegen. Die Hoffnung, es würden schon ein paar Sachen zusammenkommen, wurde mehr als übertroffen. Vollbeladen ging es zurück ins KOKE-Lager nach Pfungstadt. Auch schon die ganze Woche über brachten Menschen aus der ganzen Umgebung Ihre Sachspenden mit vielen guten Wünschen versehen zu KOKE. Die benachbarte Firma HACH steuerte viele sinnvolle und dringend benötigte Gegenstände wie Thermosbecher, Trinkflaschen und praktische Brotdosen zur Sammelaktion bei. Den ganzen folgenden Samstag wurden von fleißigen Freiwilligen alle Spenden sortiert und thematisch auf Paletten gepackt. Über 20 Paletten mit Lebensmitteln, Hygieneartikeln, Decken, Thermoskannen, warmer Kleidung, Medizin, Kühlschränken, Zelten und vieles mehr kamen zusammen. Schnell war klar, dass das nicht alles in den KOKE-LKW hineinpasst.

Sortieren der Spenden im KOKE-Lager

Es galt abzuwarten, was bei der Stadt Pfungstadt noch an Spenden eingehen würde, die die Aktion nach einem Hilferuf der kleinen polnischen Stadt Ustrzyki Dolne ins Leben gerufen hat. Hier kamen mindestens nochmal so viele Spenden zusammen. Bürgermeister Patrick Koch und Dirk Koke erweiterten, ohne zu zögern, den Fuhrpark um zwei weitere Fahrzeuge, freiwillige Fahrer waren ebenso schnell gefunden.

Abfahrt am Dienstag Morgen in Pfungstadt

So starteten am Dienstag früh sechs vollbeladene Fahrzeuge nach Osten: zwei LKW der Pfungstädter Brauerei, zwei Fahrzeuge der KOKE GmbH sowie ein LKW der Stadt Pfungstadt und Bürgermeister Patrick Koch mit seinem Dienstwagen samt Anhänger. Auch Andre Schumacher von den Flames war Teil des ehrenamtlichen Fahrerteams.

Ustrzyki Dolne auf der polnischen Landkarte


Zwei ganze Tage brauchte der Tross für die gut 1.300 km. Auch das Wetter spielte mit, überwiegend Sonnenschein machte die kontinentale Kälte erträglicher. Dank spontaner tatkräftiger Hilfe war eine Reifenpanne kurz nach der Grenze in wenigen Stunden behoben und blieb auch die einzige ungeplante Verzögerung. Als unsere polnischen Helfer erfuhren, in welcher Mission wir gen Osten unterwegs waren, weigerten sie sich standhaft, eine Bezahlung für Ihre Hilfe anzunehmen. Diese Freundlichkeit, Hilfsbereitschaft und Solidarität ist uns immer wieder in Polen entgegengebracht worden.

Gerade verpackt und schon in der Verteilung

Die Freude war bei allen groß, als am Mittwochabend der Abladeort in einer alten Lagerhalle von Ustrzyki Dolne erreicht war. Trotz langer Fahrt, Schneefall und klirrender Kälte waren alle hochmotiviert, die Fahrzeuge noch auszuladen. Am Ende war die Halle gut gefüllt und die Frage danach, was nun mit den Spenden passiert, wich erstmal dem Wunsch nach einer warmen Mahlzeit und einem Schlafplatz. Da bei Abfahrt niemand wusste, was uns erwarten würde, hatten wir Schlafsäcke mitgenommen, die wir zum Glück bei der Kälte nicht brauchten. Magdalena, unsere polnische Kontaktperson und der Bürgermeister von Ustrzyki Dolne hatten gut vorgesorgt und Hotelzimmer sowie deftige polnische Bewirtung als Dankeschön für uns arrangiert.

Unsere Hilfsgüter nach der Ankunft in Polen

Am Pausentag vor der erneut zweitägigen Heimreise wurden wir umfassend von Bürgermeister Romowicz Bartosz über die Situation vor Ort informiert. Wir erhielten kurze Einblicke in die in Windeseile organisierten Auffanglager am Grenzübergang und im Ort. Danach kamen wir in die sehr schöne und moderne Sporthalle der Stadt, welche kurzerhand in ein Verteilzentrum für die Hilfsgüter umfunktioniert wurde.

Verteillager in Ustrzyki Dolne

Es juckte schon seit dem Morgen wieder in den Fingern etwas zu tun und im Hilfsgüterlager konnten wir ohne lange Einweisung direkt mit anpacken. Wir waren sofort in das polnische Helferteam integriert, die Sprachbarriere wurde mit Händen und Handys leicht überwunden. Schnell stießen wir beim Sortieren auf von uns in Pfungstadt gepackte und beschriftete Kisten. Wir waren glücklich zu sehen, dass die Bergsträßer Güter direkt verteilt werden. Auch die mitgebrachten Heizpilze sahen wir am Abend im Grenzlager bereits im Einsatz. Bei aller Freude darüber, dass unsere Hilfe direkt ankommt, haben sich die Bilder von fast ausschließlich Frauen mit Babys und kleinen Kindern, sowie Älteren und gehandicapten Personen, die nur mit wenigen Habseligkeiten überwiegend zu Fuß und erschöpft über die Grenze kommen, schon in unseren Köpfen eingebrannt. Wir hatten den Eindruck, dass die ganze Stadt mit anpackt: Schüler und Rentner sortieren die Hilfsgüter in der Sporthalle, Frauen kochen und schmieren Brote fast rund um die Uhr, Männer richten die Auffangstationen her und transportieren Hilfsgüter. Aus ganz Polen kommen die ehrenamtlichen Helfer, viele Männer von den freiwilligen Feuerwehren, aber auch viele internationale Helfer von unzähligen Hilfsorganisationen. Die Hilfsgüter in der Sporthalle werden von einer unermüdlichen und fröhlichen Mitzwanzigerin, Natalia, koordiniert. Sie hatte uns und wir sie direkt ins Herz geschlossen.

Erstversorgung direkt an der Grenze

Rund 600 Personen kamen an diesem kalten Donnerstag in dem kleinen Ort über die Grenze, fast ausschließlich Mütter mit Kindern. Ohne die vielen ehrenamtlich helfenden Hände sähe die Situation für die ukrainischen Geflüchteten noch deutlich schlechter aus.

Offenes Feuer gegen die klirrende Kälte

Einen herzlichen Dank an alle Spenderinnen und Spender, an die freiwilligen Sortierer, Packer und Fahrer, an die Stadt Pfungstadt und Dirk Koke sowie an alle, die die Aktion mit guten Wünschen bedacht haben. Diese Erlebnisse haben mit jedem von uns etwas gemacht, die Motivation und das Bedürfnis weiterzumachen, ist bei allen Beteiligten groß.

Im Herzen von Ustrzyki Dolne
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